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CDU gibt Wahlversprechen ab, die Landesstraßen im Untertaunus auch in den nächsten fünf Jahren weiter verrotten zu lassen

Freitag, 16. Februar 2018, Wahlkreis

CDU gibt Wahlversprechen ab, die Landesstraßen im Untertaunus auch in den nächsten fünf Jahren weiter verrotten zu lassen

„Der Unmut der Bevölkerung im Untertaunus über die hessische Straßenbaupolitik wird zunehmend größer. Selbst in Reihen der CDU macht sich immer mehr auch öffentlich Frust und Ärger über die eigene Landesregierung breit“, beschreibt der Idsteiner SPD-Abgeordnete Marius Weiß die Meldungen und Berichterstattungen der letzten Tage.



In Wörsdorf hatte die örtliche CDU einen Brandbrief an den CDU-Abgeordneten und Minister Peter Beuth geschrieben und sich über das „Sicherheitsrisiko“ der kaputten L 3277 zwischen Wörsdorf und Wallrabenstein beschwert. In Taunusstein hatte der CDU-Bürgermeister Sandro Zehner den Zustand der L 3470 zwischen Wehen und Orlen in dieser Woche als „Katastrophe“ bezeichnet.



„Die beiden L 3277 und L 3470 sind nur zwei Beispiele für ein völlig verrottetes Netz der Landesstraßen im Untertaunus. Auch die L 3470 Wehen-B417, die L 3032 Hahn-Wingsbach, die L 3274 Strinz-Magarethä-Breithardt, die L 3032 Strinz-Magarethä-Wingsbach, die L 3450 Wüstems-Oberems, die L 3023 Heftrich-Kröftel-B8 oder die L 3273 Niederseelbach-Engenhahn sind in einem teils desaströsen Zustand. Alle diese Straßen eint, dass sie nicht im sogenannten Sanierungsprogramm der Landesregierung bis 2023 enthalten sind. Die hessische CDU mit dem Abgeordneten und Minister Beuth hat die Straßen also nicht nur in ihren letzten 20 Regierungs-Jahren zerbröseln lassen, sondern gibt gleich noch ein Wahlversprechen für den 28.10. ab, auch in der nächsten Legislatur keine Sanierung vorzunehmen zu wollen“, zeigt sich Marius Weiß verärgert.



„Der Gipfel ihres 20jährigen Versagens in der Straßenbau-Politik ist aber, dass die CDU-Landesregierung nicht nur ihre eigenen Landesstraßen verkommen lässt, sondern auch noch Bundesgeld, das zur Verfügung steht, nicht in die Straßen im Kreis investiert. Für die B8-Umgehung in Esch hat die große Koalition in Berlin eine Finanzierungszusage gegeben und die Landesregierung weigert sich aus politischen Gründen, dieses Bundesgeld für Planung und Umsetzung der Maßnahme auszugeben. Dieser Umgang mit den Bügerinnen und Bürgern im Untertaunus macht schier fassungslos. Auf der einen Seite wird ihnen die Sanierung ihrer maroden Straßeninfrastruktur verweigert und auf der anderen Seite verweigert man ihnen eine Entlastung durch den Bau einer Umgehungsstraße“, fasst der SPD-Abgeordnete die verkehrliche Situation im Kreis aus seiner Sicht zusammen.



Für die Landtagswahl am 28. Oktober kündigt Marius Weiß an, den Zustand der Landesstraßen zum Thema zu machen. „Die Bürgerinnen und Bürger im Untertaunus sollen genau wissen, wer diese Schlaglochpisten, auf denen sie täglich fahren, zu verantworten hat und bereits angekündigt hat, daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern zu wollen“.

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