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Marius Weiß (SPD): Landesregierung verliert Zinswette erneut –Verlustgeschäft von 1,2 Milliarden Euro zum Nachteil des Landes

Mittwoch, 23. September 2020, Aktuelles

Marius Weiß (SPD): Landesregierung verliert Zinswette erneut –Verlustgeschäft von 1,2 Milliarden Euro zum Nachteil des Landes

Würde das Land dieses Geschäft heute abschließen, würde der Zinssatz nicht bei 3,6 Prozent, sondern deutlich unter 0,5 Prozent liegen. Das heißt, das Land Hessen zahlt jedes Jahr mindestens 30 Mio. Euro mehr, als wenn es das Geschäft heute abgeschlossen hätte. Bei 40 Jahren Laufzeit sind das 1,2 Mrd. Euro!

Natürlich konnte man 2011 nicht ahnen, was 2020 und danach mit den Zinsen passiert. Aber wenn man ein Geschäft mit 10 Jahren Vorlauf und dann noch einmal 40 Jahre Laufzeit abschließt, umfasst dies einen Zeitraum von 50 Jahren, der schlichtweg nicht überschaubar ist. Das ist schließlich fast ein Menschenleben. Und politische Verantwortung muss niemand tragen, wenn erst 50 Jahre später feststeht, wie eine Zinswette wirtschaftlich ausgegangen ist.

Wenn die CDU-Landesregierung sich nun damit verteidigt, dass die Zinsen ja noch drehen und sich das Geschäft doch noch positiv entwickelt könnte. Das klingt für mich eher wie ein Spielsüchtiger, der überzeugt ist, die verzockte Kohle wieder reinzuholen.“